(Modul 2 – Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe)
Thema: Handlungsfelder – Ambulante Familienhilfe bei Verweigerung
Sandra, alleinerziehende Mutter, lehnt SPFH ab. Sie sagt: „Ich schaff das alleine.“ Das Jugendamt ordnet sie als notwendige Hilfe an. Die Fachkraft erscheint regelmäßig, wird jedoch ignoriert. Nach anfänglicher Konfrontation („Wir müssen reden“) wechselt die Strategie: Kontakt durch Alltag.
Statt Gesprächen hilft die Fachkraft beim Abwasch, holt Kinder von der Kita. Allmählich beginnt Sandra zu reden – über Müdigkeit, Geld, Isolation. Der Wendepunkt: Als das Kind Fieber bekommt, bittet sie selbst um Rat.
Nach drei Monaten akzeptiert sie die Hilfe als Unterstützung, nicht Kontrolle.
Pädagogische Leitfrage:
Wie kann Beziehung entstehen, wenn Eltern Hilfen als Bedrohung erleben?
Bezug zum Curriculum:
- Handlungskompetenz: Beziehungsaufbau im Zwangskontext
- Recht: § 27, § 31 SGB VIII
- Methoden: Alltagsbegleitung, wertfreie Kommunikation, Niedrigschwelligkeit