(Modul 1 – Sozialpädagogische Fachlichkeit)
Thema: Sozialpädagogische Fachlichkeit
Nadim lebt in einer heilpädagogischen Gruppe. Nach wiederholter Gewalt des Vaters kam er in Obhut. Er beschimpft sich selbst, zerstört Spielzeug, sagt: „Ich bin schlecht, weil Papa das sagt.“
Das Team erkennt: Nadim übernimmt Schuld und Angst. Ziel ist, Selbstwert wieder aufzubauen. Durch symbolisches Spiel, Körperarbeit und stabile Beziehungen erlebt er erstmals, dass Fehler erlaubt sind.
Im Gruppenalltag werden Gefühle benannt und reguliert. Eine Fachkraft nutzt die Methode der „Gefühlsampel“. Nadim lernt, Wut und Angst zu unterscheiden. Nach Monaten kann er sagen: „Ich bin wütend, nicht böse.“
Pädagogische Leitfrage:
Wie kann pädagogische Fachlichkeit helfen, internalisierte Schuld- und Schamgefühle nach Gewalterfahrungen zu bearbeiten?
Bezug zum Curriculum (Modul 1):
- Handlungskompetenz: Arbeit mit traumatisierten Kindern.
- Sozialpädagogische Fachlichkeit: Haltung der Unschuld des Kindes.
- Recht: § 8a SGB VIII.
- Methoden: Symbolarbeit, Emotionspädagogik, Selbstwertförderung.